Kreislaufgerechtes Design für Federn und Stanzteile in medizinischen Dosiersystemen
Veröffentlicht: 2026 01 22

Als vertrauenswürdiger globaler Partner für die Medizintechnik- und Medikamentenverabreichungsbranche trägt Lesjöfors zum Wandel hin zu nachhaltigerer Fertigung bei. Unsere Präzisionsfedern, Stanzteile und Drahtbiegeteile sind nicht nur auf Leistung ausgelegt - sie spielen auch eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung von kreislaufgerechtem Design, Produktzirkularität, Ressourceneffizienz und widerstandsfähigen Wertschöpfungsketten für die Zukunft. So begegnen wir globalen Herausforderungen im Zusammenhang mit begrenzten Ressourcen und verantwortungsvollem Materialeinsatz.
Kreislaufgerechtes Design in der Medikamentenverabreichung: eine wachsende Priorität
Im vergangenen Jahr haben Gespräche über Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in der gesamten Branche deutlich an Dynamik gewonnen. Während der Schwung zunimmt, zeigen die Circularity Gap Reports 2024 und 2025, dass der Fortschritt in der Praxis weiterhin langsam ist. Derzeit gibt es nur wenige groß angelegte Initiativen und eine begrenzte Zahl dokumentierter Fallstudien.
Für Hersteller, die mit Stahlkomponenten arbeiten, bestehen jedoch bereits Möglichkeiten, Kreislaufdenken in den Designprozess und die Produktion zu integrieren. Um dieses Potenzial zu erschließen, ist eine enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette erforderlich - von Lieferanten und Partnern bis hin zu Kunden und Endanwendern. Unterstützt wird dies durch vorgelagerte Innovation und eine gemeinsame Verantwortung für die Umweltauswirkungen von Produkten über den gesamten Lebenszyklus hinweg.
Die Kreislaufwirtschaft: Kreislauffähigkeit im globalen Kontext
In einer Welt, die von Unvorhersehbarkeit und Ressourcenknappheit geprägt ist, wird die effiziente Nutzung von Materialien zu einer strategischen Notwendigkeit. Widerstandsfähige, zukunftsfähige Lieferketten hängen von verantwortungsvollem Ressourcenmanagement, hoher Energieeffizienz und einer Abkehr vom traditionellen linearen Modell ab. Dieser Wandel ist zunehmend mit der Einführung CO2-armer oder fossilfreier Alternativen sowie mit übergeordneten Zielen einer ökologischen Nachhaltigkeitsstrategie verbunden.
Die Ellen MacArthur Foundation definiert die Kreislaufwirtschaft als ein System, in dem „Materialien niemals zu Abfall werden und die Natur regeneriert wird“. Diese Vision zielt darauf ab, die Natur zu regenerieren, natürliche Systeme zu schützen und den Druck auf Ressourcen und Umwelt zu verringern. Das Konzept ist inzwischen weltweit in Unternehmensstrategien verankert und bildet eine zentrale Säule des Green Deal der EU. Der Circular Economy Action Plan (2020) verknüpft die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zudem mit dem Übergang zu nachhaltigeren Produkten und Dienstleistungen.

Drei Säulen der Kreislaufwirtschaft
Kreislauffähigkeit basiert auf drei Grundprinzipien: Reduzieren, Wiederverwenden, Recyceln - oder allgemeiner ausgedrückt: Effizienz, Suffizienz und Konsistenz. Diese Prinzipien der Kreislaufwirtschaft reichen von Ökodesign und Materialauswahl bis hin zu erneuerbarer Energie, Schutz der Biodiversität und Abfallmanagement.
Trotz ihres Potenzials ist die Umsetzung noch begrenzt. Im Jahr 2024 machten Sekundärmaterialien nur 6,9 % des weltweiten Materialverbrauchs aus (Circularity Gap Report 2025), was Lücken in der Recyclinginfrastruktur und bei konsistenten Recyclingprogrammen verdeutlicht.
Im Gesundheitswesen und in der Medikamentenverabreichung kann Kreislauffähigkeit Verbesserungen vorantreiben durch:
- Ökodesign und regeneratives Design
- Reduzierung von Produkt- und Materialabfällen
- Langlebigere und wiederverwendbare Materialien
- Geringere Abhängigkeit von Einwegkunststoffen und Kunststoffverpackungen
- Vermehrten Einsatz nachhaltiger Materialien und erneuerbarer Ressourcen
- Rücknahme- und Rückgewinnungsprogramme (EFPIA White Paper on Circular Economy)
Wichtige Elemente der Kreislauffähigkeit
Zu den wichtigsten Bereichen, die die Kreislaufleistung beeinflussen, gehören:
- CO2-Fußabdruck: Emissionen erfassen und Reduktionsziele über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg festlegen.
- Abfall und Recycling: Geschlossene Kreislaufsysteme schaffen und Wert aus Restmaterialien generieren.
- Zusammenarbeit mit Lieferanten: Gemeinsame Ziele festlegen und langfristige Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette fördern.
- Kreislaufgerechtes Design: Prinzipien des kreislaufgerechten Designs in die tägliche Engineering-Praxis integrieren.
- Innovation: Wissensaustausch, bereichsübergreifende Projekte und neue Ideen ermöglichen, die eine Kreislaufwirtschaft unterstützen.
Der Ansatz von Lesjöfors zu kreislaufgerechtem Design und Nachhaltigkeit
Als wichtiger Lieferant von Komponenten für Medikamentenverabreichungssysteme integriert Lesjöfors Kreislauffähigkeit in seine gesamte Nachhaltigkeits-Roadmap. Innovation, Ressourceneffizienz und kreislaufgerechtes Design bilden die Grundlage dieser ökologischen Nachhaltigkeitsstrategie und unterstützen langfristige Widerstandsfähigkeit sowie verantwortungsvolle Materialnutzung.
„Unsere Schwerpunktbereiche erleichtern es, Mitarbeitende und Partner in das einzubinden, was wir erreichen wollen“, erklärt Anna Haesert, Leiterin Nachhaltigkeit.
Meilensteine auf dem Nachhaltigkeitsweg von Lesjöfors
Zu den wichtigsten Erfolgen gehören:
- Science-based Targets wurden im April 2024 validiert, wodurch Lesjöfors als erstes Unternehmen seiner Branche diesen Meilenstein erreicht hat.
- Starke Ergebnisse in den CDP- und EcoVadis-Bewertungen, die strukturierte Verbesserungen unterstützen.
- Abschluss der ersten Lebenszyklusanalysen (LCAs) in den Jahren 2023-2024, die zur Entwicklung einer eigenen Berechnungsmethode für den Product Carbon Footprint (PCF) geführt haben.
An mehreren Standorten arbeiten Teams daran, Emissionen zu reduzieren, den Einsatz erneuerbarer Energien zu erhöhen, die Energieeffizienz zu verbessern und die Zusammenarbeit in den Bereichen Beschaffung, Abfall, Recycling und Transport zu stärken.
Die PCF-Methodik von Lesjöfors basiert auf spezifischen Produktdaten, wurde im Rahmen des SBTi-Validierungsprozesses entwickelt und folgt einer Bottom-up-Berechnungsstruktur, die ein besseres Verständnis der Umweltauswirkungen von Produkten unterstützt.

Eco-Thought-Prinzipien
Bei Lesjöfors wird Nachhaltigkeit von Anfang an in die Produktentwicklung integriert, unabhängig davon, ob Kunden dies anfragen. Damit werden Prinzipien der Kreislauffähigkeit und des regenerativen Designs im gesamten Designprozess umgesetzt.
„Diese Denkweise ist entscheidend, um unsere Ziele zur Emissionsreduzierung zu erreichen und uns als führender Anbieter von Federn und Stanzteilen für Medikamentenverabreichungssysteme zu positionieren“, ergänzt Haesert.
Die Eco-Thought-Prinzipien des Unternehmens basieren auf langjähriger Engineering-Expertise und sind an den Rahmenwerken der Ellen MacArthur Foundation sowie dem Circular Economy Action Plan der EU ausgerichtet.
Ingenieurinnen und Ingenieure berücksichtigen außerdem praktische Faktoren wie Anwendungsanforderungen, verfügbaren Bauraum und kundenspezifische Erwartungen. Häufig geht es bei der Produktentwicklung darum, Zielkonflikte auszubalancieren. So kann beispielsweise eine Gewichtsreduzierung die transportbedingten Emissionen verbessern, aber die Lebensdauer einer Komponente verkürzen.
Eco-Thought und PCF-Berechnungen integrieren
Die Kombination von Eco-Thought-Prinzipien mit PCF-Daten stärkt das Produktangebot von Lesjöfors. Sie ermöglicht fundiertere Gespräche mit Kunden und Lieferanten und unterstützt gemeinsame Nachhaltigkeitsprojekte.
Durch die Modellierung von PCF-Reduktionsszenarien treibt Lesjöfors seine eigenen Klimaziele voran und hilft Kunden zugleich, Treibhausgasemissionen zu senken und die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Einkauf und Vertrieb stellt sicher, dass diese Prinzipien im gesamten Unternehmen verankert sind.
Die Rolle von Stahl im kreislaufgerechten Design
Auch wenn Stahl aufgrund seines Gewichts und seiner energieintensiven Herstellung zunächst einen höheren ökologischen Fußabdruck zu haben scheint, ist er von Natur aus kreislauffähig. Stahl kann unbegrenzt recycelt werden, ohne seine Integrität zu verlieren. Seine magnetischen Eigenschaften machen zudem Trennung und Recycling effizienter.
Die Recyclingquoten für Standardstahlprodukte bleiben jedoch niedriger als gewünscht und müssen verbessert werden. Kunststoffe sind leichter, stellen aber beim Recycling und bei der Wiederverwendung größere Herausforderungen dar.
Als Stahl- und Metallspezialist fördert Lesjöfors aktiv einen höheren Recyclinganteil in Rohmaterialien und unterstützt Innovationen, die zu stärker kreislauffähigen Stahllösungen beitragen.
„Wenn wir den Fußabdruck unserer Produkte bewerten, machen Rohmaterialien den größten Anteil der Emissionen aus, gefolgt von Fertigungsprozessen und Transport“, sagt Haesert.
Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette
Lesjöfors arbeitet mit strategischen Lieferanten zusammen, indem detaillierte Nachhaltigkeitsdaten, PCF-Informationen und Optionen mit höherem Recyclinganteil oder niedrigeren Emissionen angefragt werden. Frühe Kundenpartnerschaften zeigen bereits messbare Fortschritte bei den Zielen zur Emissionsreduzierung.
Nachhaltigkeit in Medikamentenverabreichungssystemen vorantreiben
In Anwendungen zur Medikamentenverabreichung nutzt Lesjöfors PCF-Erkenntnisse, Hotspot-Analysen und Ökodesign-Methoden, um nachhaltigere Ergebnisse zu unterstützen. Diese Gespräche in frühen Projektphasen schaffen neue Möglichkeiten für gemeinsame Wertschöpfung, regenerativen Mehrwert und verbesserte Produktkreislauffähigkeit zwischen Kunden und Lieferanten.
„Wir wollen unsere Branche in eine nachhaltigere Zukunft führen - und das bedeutet, bei nachhaltiger Innovation immer einen Schritt voraus zu sein“, schließt Haesert.
Um mehr über die Nachhaltigkeitsarbeit von Lesjöfors und ihre Rolle in der Herstellung von Medizinprodukten zu erfahren, entdecken Sie: