Kaltwickeln vs. Warmwickeln
Veröffentlicht: 2024 03 28

Abgesehen vom offensichtlichen Temperaturbereich, worin unterscheiden sich warmgewickelte und kaltgewickelte Federn?
Die Entscheidung für Kalt- oder Warmwickeln wird hauptsächlich durch die Größe des zu wickelnden Drahtes bestimmt. Bei Lesjöfors Heavy Springs sind unsere Experten in Finnland und Schweden Spezialisten für den Warmwickelprozess.
Sehen wir uns also die Definition der beiden Begriffe an und erläutern die Unterschiede.
Was ist Kaltwickeln?
Kaltwickeln ist ein Verfahren zur Herstellung von Federn, bei dem Draht bei Raumtemperatur um eine vorgegebene Form gewickelt wird. Im Gegensatz zum Warmwickeln, bei dem das Metall auf hohe Temperaturen erhitzt wird, um seine Verformbarkeit zu erhöhen, wird das Metall beim Kaltwickeln bei oder nahe Raumtemperatur verarbeitet. Kaltwickeldraht besteht typischerweise aus Kohlenstoffstahl oder Edelstahl, je nach Anwendung können jedoch auch andere Materialien verwendet werden.
Was ist Warmwickeln?
Warmwickeln ist ein Verfahren zur Herstellung von Federn aus Metalldraht oder Stäben. Dabei kommen typischerweise höhere Temperaturen als beim Kaltwickeln zum Einsatz, zwischen 850 °C und 1.100 °C. Solange das Material heiß und besser verformbar ist, wird es um einen Dorn gewickelt, um die Feder zu formen. Beim Warmwickeln werden Materialien wie bestimmte Stahllegierungen verwendet, die sich bei Raumtemperatur aufgrund ihrer hohen Festigkeit oder Sprödigkeit nur schwer verarbeiten lassen. Diese Materialien lassen sich im erwärmten Zustand leichter formen, da ihre Duktilität bei höheren Temperaturen deutlich zunimmt.

Was ist der Unterschied zwischen Warmwickeln und Kaltwickeln?
Die Hauptunterschiede zwischen Kalt- und Warmwickeln liegen in der Temperatur, bei der das Metall verarbeitet wird, den verwendeten Materialtypen, den möglichen Toleranzen, der Größe des zu wickelnden Drahtes, der Oberflächenbeschaffenheit und den Kostenfaktoren. Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die einzelnen Unterschiede.

Anwendungen von kalt- und warmgewickelten Federn
Kaltgewickelte Federn
Kaltgewickelte Federn werden in einer Reihe von Anwendungen eingesetzt, bei denen Präzision, hohe Festigkeit und Elastizität erforderlich sind. Dazu gehören Anwendungen in der Automobilindustrie, Elektronik, und Medizintechnik. Ein bereits wärmebehandelter Draht wird häufig kaltgewickelt, da sein Material bereits seine maximale Festigkeit erreicht hat. Dadurch lassen sich zahlreiche Feder- und Drahtformen sowie Funktionen realisieren, und das Verfahren wird von vielen Herstellern eingesetzt. Allerdings schränkt dies die Verfügbarkeit großer Drahtdurchmesser und kleiner Federindizes ein.
Warmgewickelte Federn
Warmgewickelte Federn mit großem Drahtdurchmesser kommen häufig in der Öl- und Gasindustrie, Bergbau, und in der Bahnindustrie. zum Einsatz. Das Warmwickeln bei extremer Hitze ermöglicht das Wickeln von Drahtdurchmessern bis zu 65 mm. Der Draht wird auf etwa 900 °C erhitzt, in Öl abgeschreckt und anschließend angelassen, um die Wärmebehandlung. abzuschließen. Dadurch kann das Federmaterial nach den erforderlichen Spezifikationen gewickelt werden, meist für extreme Umgebungen in Schwerindustrieanwendungen.
Unsere Expertise - Meister der Federn
Unsere Expertise liegt darin, Draht im weichen Zustand zu wickeln und ihn anschließend nach dem Wickeln auf seine endgültige Festigkeit wärmezubehandeln. Dadurch werden größere Drahtdurchmesser und kleinere Federindizes möglich. Das ist ein zentraler Schwerpunkt für unsere Kunden aus Automobilindustrie, Landwirtschaft, motorsport und Energieerzeugung.
Ihre Feder, Ihre Wahl. Unsere Experten bei Heavy Springs beraten Sie gerne zum besten Material sowie zu Design und Fertigung passend zur Lebensdauer und zum Zweck Ihrer Feder.